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The Art of Running: Review by Jan Pullmann.

AT Focus: 
Alexander Technique
2008-2014
Format: 
Article, essay
Language: 
German
Article, citation and copright
Article Text: 
Im musischen Bereich hat die Alexander-Technik (AT) seit einigen Jahren Bekanntheit und Anerkennung erreicht. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der publizierten Bücher über die Verbindung von AT und Singen bzw. Instrumentalspielen wieder. Im sportlich/athletischen Bereich dagegen ist die AT noch eher unbekannt. Um so begrüssenswerter, dass neben Steven Shaw's sehr interessantem The Art of Swimming nun ein weiteres Buch über die Verbindung von AT und Sport erschienen ist. Malcolm Balk, Alexander-Lehrer, Läufer und Trainer und Andrew Shields, Sportjournalist, haben ein unterhaltsames und ohne viel Fachjargon beladenes Buch über AT und Laufen geschrieben.

Sie erzählen Alexanders Geschichte und seinen Entwicklungsprozess und erklären "primary control ", "faulty sensory awareness ", "inhibition and direction " und "non-doing " im Zusammenhang mit Laufen und Training. Auch beschreiben sie das "Liegen auf den Büchern " als wichtigste AT-Übung, wobei mir die Erklärungen und Hinweise etwas zu allgemein und unspezifisch sind. Des weiteren wird der "Lunge ", ähnlich der Position eines Fechters im Ausfallschritt, erklärt, mit dem Hinweis, wenn man seinen Schritt entwickeln, die Verletzungsgefahr verringern und seine Zeiten verbessern will, ohne mehr Training, soll man den "Lunge " lernen und üben!

Die Autoren geben eine Liste von "Dos " und "Don'ts " des Laufens, wobei sie besonderen Wert auf die Rolle der Augen und der Arme legen. Sie betonen die Vorteile eines aufrechten Laufstils ( "running tall ") wobei der Rücken zurück und aufwärts ( "back and up ") gedacht werden soll (S. 82). Dass der Rücken sich eigentlich antagonistisch längt und weitet und die Aufrichtung des Körpers über das Freigeben der Vorderseite angeregt wird, findet leider keine Erwähnung! Unter "Trainingsanweisungen " wird zur Bestimmung der maximalen Pulsfrequenz noch die Formel: "220 minus Alter " angeführt, die aber inzwischen als überholt gilt, weil zu ungenau. Das Buch wendet sich eher an Läufer (Leichtathleten), als an Jogger (Freizeitläufer), doch macht der humorvolle Stil Lust aufs Laufen und in dem eher allgemein gehaltenen Text, mehrmals unterbrochen durch persönliche Fallgeschichten, versteckt sich der eine oder andere nützliche Tip. Exzellent sind die vielen Fotos, die Läufer mit guter Koordination zeigen!

Für AT-Lehrer, die sich fürs Laufen bzw. für eher mentale Aspekte von Sport/Training/Hochleistungssituationen interessieren, seien auch folgende Bücher empfohlen: Marathon-Training von Manfred Steffny, und Sporting Body, Sporting Mind von John Syer u. Christopher Connolly.

2002 © Jan Pullmann. Reproduced with permission.

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